Mana ist fertig!

Zum Ende des Jahres 2012 habe ich mein großformatiges Bild Mana fertig gestellt. Es hat die Maße 1,50 x 1,30m und ist mit Lascaux Künstlerfarbe auf Leinwand gemalt und seidenmatt gefirnisst.  Mana hat – je nach Stimmungslage – zwei Seiten.

Das Bild bringt die vertikalen Wirkkräfte zum Ausdruck. Wir haben den Himmel und das Licht, das Prinzip des Geistes, dann haben wir das Wasser als bewegliches Element, E-motion oder Formungskraft und schließlich die dichte, manifeste Erde, der Körper.

Das Gemälde Mana funktioniert auch anders herum. Es hat Himmel/Licht, Wasser und Erde zum Thema und die allgemeine Lebenskraft (andere Begriffe dafür sind auch Orgon, Od, Prana, Chi, Mana, Spirit, Biophotonen oder göttliche Energie), die alles durchströmt.

Diese Qualitäten haben in unterschiedlichen Dimensionen in ihrer Abfolge Wirkung aufeinander.

Wenn wir die Reihenfolge von oben betrachten und auf uns selbst beziehen, so haben wir die geistige Kraft der Inspiration (ein toller Einfall, oder sogar eine Idee), die wir mit unserer begeisterten (=Emotion) Schaffens- oder Schöpferkraft – das ist das formgebende Element – schließlich zu einem handfesten Ergebnis oder zu einem Objekt – das ist dann die Materie, die Erde – umgesetzt haben. Wir haben auf diese Weise etwas manifestiert, wir haben ein Resultat, ein Ergebnis erschaffen. Ein anderes Wort dafür ist Magie – wir haben den Himmel auf die Erde geholt!

Umgekehrt ist die Wirkung der Reihenfolge der drei Qualitäten von unten nach oben betrachtet, ebenfalls interessant: In der physischen Welt zeigt uns zum Beispiel das Feuer diese Wirkung besonders gut: Damit können wir etwas dichtes, materielles – einen Körper oder Gegenstand – in einen feinstofflichen Zustand überführen.

Wir können ihn transformieren, d.h. in einen anderen – feinstofflicheren – energetischen Zustand umwandeln. Deshalb wird zum Beispiel in vielen Kulturen die Feuerbestattung bevorzugt: der feste, materielle Körper wird in einen feinstofflichen Zustand aufgelöst, damit der ewige spirit – andere sagen die Seele – wieder frei wird von der Verhaftung an das Irdische.

Aber auch in unserem eigenen Wesen können wir diesen Umwandlungsprozess beobachten: zum Beispiel immer dann, wenn wir es geschafft haben von etwas abzulassen, was der Teil, den wir das Ego nennen, nur unter extremen Widerstand bereit war zu opfern. Das kann eine Substanzabhängigkeit gewesen sein, eine schlechte Gewohnheit, ein hinderlicher Glaubenssatz, eine Veränderung in den Lebensbedingungen – alles mögliche!

Wenn wir also das Opfer bringen und innerlich durch das Feuer der Verwandlung gehen, dann haben wir am Ende unser Wesen  ein Stück weit zu einer größeren Wahrhaftigkeit, Integrität und Wirkkraft transformiert.

Die Natur bietet unendlich viele Beispiele dieser Prozesse. Und Mana – die universelle Lebenskraft – durchströmt dabei alle Aggregatzustände und energetischen Ausdrucksformen des Lebens von dichter Materie bis hin zu feinstofflichen Bereichen. Solange Mana da ist, ist Leben da – ob sichtbar oder unsichtbar.

Mein Gemälde Mana möchte an diese machtvolle Ganzheit  des Lebens und dessen Wandlungsprozesse erinnern.

 

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